What Shall We Do With The Drunken Sailor Moon

Samstag.

Berlin.

Erst seit zwei Wochen wieder hier und schon wieder urlaubsreif, sage ich allen. Denen gehts natürlich ganz genauso, sagen alle, sogar die alle, welche noch gar nicht im Urlaub waren. 

Dabei mache ich doch eigentlich ständig Urlaub, bzw. habe ich nie wirklich frei, aber ich will ja nicht hier Urlaub machen, sondern woanders.

Aber wovon und mit wem und wann und außerdem brennts da doch jetzt überall, wegen des Klima. 

Kaum ist die Impfe drin, geht des Klima wieder los. 

Aber das habe ich bestimmt schon mal gesagt.

Macht nichts. Ich bin komplett auf Autopilot. 

Zu warm zu kalt, bald Herbst und dann wirds dunkel, also man muss, solange man noch kann, also alles kann und nichts muss.

Ich lass es laufen und auf mich zukommen, aber erstmal kommt hier garnix, denn nochmal zwei solche Wochen stehe ich nicht durch, aber brauche ich ja auch nicht. 

Ich habe ja schon:

Essen kommen lassen & mich gehen lassen & Essen stehen lassen & es kommen lassen & es bleiben lassen & war Essen gehen.

Also ich bin bedient und der Bedarf ist gedeckt.

Ist er nicht, der Bedarf ist undeckbar, aber ich kann nichts machen, niemand kann was machen, es reicht nicht, es reicht nicht, es reicht nicht, es reicht nicht, es reicht nicht.

Yes Sir, ich bin groggy.

Darum liege ich auf dem Bett herum und lese und döse.

Träume, ich sei Dirigentin eines Männer- (Shanty)- Chors. (Haha) 

Bin aber zu spät, renne durchs Treppenhaus zum Bühneneingang und höre sie schon singen. Die haben ohne mich angefangen, brauchen mich nicht, nichtmal im Traum sind sie auf mich angewiesen, die lieben Männer, die guten Matrosen. 

Dann bin ich da, stelle mich an meinen Platz vor den Chor auf die Bühne, das Publikum kuckt komisch, fragt sich, was will die denn jetzt noch hier und ich frage mich, was wollen die denn hier. Alles Rentner natürlich, steinalt und grau. Wer sonst ist so dumm und sieht sich einen Abend lang Shantysänger an.

Die Shantychormänner singen weiter und sehen mich dabei komisch an, weil ich viel zu spät gekommen bin und ich sehe sie komisch an, denn ich verstehe auch nicht, warum ich überhaupt da sein sollte, wozu die ausgerechnet mich brauchen könnten, weswegen ich ja auch zu spät kam, weil ich das mit dem Dirigieren nicht so ernst genommen habe und jetzt ist da eine doofe Situation entstanden. 

Aber klären kann man da nichts, ist ja eine Bühnensituation, also stehe ich da doof herum und bin selbst schuld, weil zu spät, und die singen und singen, bis ich vor Langeweile aufwache. 

Aufwache, aber nicht aufstehe. Weil geht nicht. Wenn ich wieder fit bin, sage ich mir. Dann werde ich. Endlich.

Aber kaum bin ich wieder fit, mache ich den Rückruf, oder kommen er oder ich spontan rum, oder muss ich einfach, weil ist ja beruflich und dann wieder alles von vorne.

Destruktiv

Aperitiv

Calamari

Dystopie

Lugana

Trüffelpasta

Fiasko 

Espresso

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