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  • Die Geschichte vom kleinen Bier

    Ich war neulich zu einer Filmpremiere eingeladen und in der Einladung stand explizit, man soll keine Getränke mitbringen und sie dort an der Bar kaufen, um die Veranstalter zu unterstützen. Für mich war das total in Ordnung, auch wenn ich derzeit ein bißchen sparen muss, aber ich bin ja nicht asozial. Ich kam aber erst zehn Minuten vor Beginn der Vorführung dort an und hinter der Bar stand nur ein älterer recht langsamer Typ, aber vor der Bar standen hunderte recht junge Leute und nachdem ich eine zeitlang völlig unbemerkt am völlig falschen Ende der Bar wartete und die zeitlupenhaften Bewegungen des alten Zausels verfolgte, verlor ich die Hoffnung auf ein kleines Bier und deswegen hatte ich die kriminelle Idee, mir Bier beim Späti nebenan zu holen. Continue Reading

    September 13, 2017 • Text • Views: 116

  • Es ist weich und weich ist schön

    Ich versuche, mich so wenig wie möglich zu bewegen und möglichst nicht zu atmen. Die Luft ist giftig. Ich bin im SoHo House. Im Kellergeschoss, im Kino. Es ist nicht schwer, sich nicht zu bewegen. Die Sitze sind so unendlich bequem. Total weich und es gibt kleine Hocker, auch gepolstert, wo man die Beine drauflegen kann. Die Hocker kann man bewegen. Sie näher ranschieben. Man kann sogar die Füße draufstellen. Füße in Straßenschuhen. Wie oft reinigen sie die Bezüge von diesen Hockern und von diesen Sitzen? Und wie? Nehmen sie die Bezüge ab und dann ab in die Reinigung? Schäumen sie die mit Reinigungsschaum ein? Ist deswegen Gift in den Bezügen von der Reinigung? Also schädige ich meine Organe, durch Einatmen, durch Anwesenheit. Was ist das für ein Material ? Es sieht aus wie Samt. Ist aber zu weich für Samt. Echter Samt ist steif und hart. Continue Reading

    Mai 8, 2017 • Text • Views: 255

  • Denk ich an Deutschland in der Nacht

    Heute stand „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ von Romuald Karmakar auf dem Programm. Beginn 10:00 im Cinestar 7. Ein Dokumentarfilm über 5 Techno DJs, bzw. über fünf „Pioniere der elektronischen Musik“, wie es in der Berlinale Filmzusammenfassung steht. In Deutschland muss ja immer gleich alles Pionier sein. „Denk ich an Deutschland in der Nacht“. Ist das nicht ein BISSCHEN prätentiös als Filmtitel? Na gut, Karmakar war nie der Unprätentiöseste, aber ich mag ihn, also ich kenn ihn ja nicht persönlich, aber ich fand den damaligen Berlinale Skandalfilm, der ihm das Genick gebrochen hat, nachdem er nichts Fiktionales mehr drehen durfte, „Die Stille nach dem Schuss“, nein, auch irgendwas mit Nacht, ich habs, „Die Nacht singt ihre Lieder“, den fand ich sehr sehr gut. Continue Reading

    Februar 14, 2017 • Text • Views: 265

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