• Künstler gegen Auch- Künstler: Remis

    Ich erzähle ihm von meiner Romanidee. Großer Fehler. Er findet die gut und hat auch gleich lauter gute Ideen dazu. Ich nicke betont geistesabwesend vor mich hin, aber er hört nicht auf. Anscheinend habe ich ihn inspiriert.

    Verdammt, ich kann mir nicht mehr vorstellen, mit dem Schreiben anzufangen, bzw. jemals wieder einen zusammenhängenden Satz zu schreiben, wenn er weiter so vor sich hin sprudelt. Was fällt ihm eigentlich ein? Zu viel. Viel zu viel.

    Vielleicht habe ich wegen ihm jetzt keine Lust mehr auf den Roman. Es war sowieso nur eine Idee.

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    Juni 23, 2015 • Metatext • Views: 738

  • Ein Kapitalist an meiner Tafel

    Gast I

    Er ist Bauunternehmer, wohnt aber zur Miete, weil er sich seine eigenen Objekte nicht leisten kann. Sagt er. (Sympathisch!)

    Ich aber sage: Er ist zu schlau, seine eigenen Preise zu bezahlen. Denn die sind überhöht, er will schließlich was daran verdienen, Baulücken zuzukleistern.

    Da baut er sich lieber was auf dem Lande aus. Das ist dann auch viel schöner als ein Townhouse. (Sympathisch!!!)

    Wir sind am Wochenende auch draußen im Norden. Ich lade ihn zu uns ein.

    Alles easy, unkompliziert. Weil es so sein soll. Weil ich will, dass es so ist.

    Es regnet und es ist kalt. Meine Mutter ist nervös.

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    Juni 23, 2015 • Text • Views: 755

  • Odenwaldschule

    Wenn wir nichts mehr zu rauchen hatten, sudeten wir Aschenbecher. Suden, was ist das? Ganz einfach: man nimmt die Kippen, pult die Tabakkrümel raus und rollt sich eine schöne neue Zigarette.

    Wenn der eigene Aschenbecher leergesudet war, fragte man die Zimmernachbarn. Hast du  einen Aschenbecher zum Suden? Manchmal waren auch die Blättchen alle und die musste man auch schnorren. Irgendwie hat man aber immer noch eine Zigarette zusammengebastelt bekommen. Und dann war ja auch bald schon wieder Monatsanfang und man konnte sich im Bürohaus das Taschengeld abholen, nach Heppenheim trampen und sich an der Tanke eine frische Packung Drum kaufen.

    Danach gings zurück auf den Berg, zum Bäcker Schmidt und nicht zum Abendessen in den Speisesaal. Lieber erst danach hingehen und sich noch was aus der Küche holen. Einen Stapel Toast Hawai oder etwas von dem Kartoffel- Gratin. Alle beschwerten sich dort übers Essen, ich nicht.

     

    Juni 16, 2015 • Text • Views: 937

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