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  • Das Meer rauscht

    Man lebt sich so auseinander. Mit der einen Freundin habe ich Schluss gemacht, als ich feiern gehen wollte, bzw. mögliche Partner kennenlernen und sie aber mit mir Rotwein auf dem Balkon trinken. Zu zweit und nicht mal mit kiffen. Kiffen vertrug sie nicht. Sie machte es nämlich trotzdem manchmal, um cool zu sein und dann bekam sie nur rote Augen und guckte komisch und sonst gar nichts. Ich habe Kiffen damals noch ganz gut vertragen und war auch immer erpicht darauf. Eine andere Freundin von mir hat Ewigkeiten gebraucht, um den Joint zu bauen, weil sie dazwischen immer so viel gequatscht hat. Das fand ich nicht ok von ihr, aber ich konnte nichts sagen, denn sie hatte immer Zeug und ich nicht. Sie hielt die Blättchen in der Hand, um sie zusammenzukleben, tat es aber nicht. Sie erzählte Sachen. Dann in der einen Hand das Piece und in der anderen das Feuerzeug, kokelte sie das Piece aber nicht an. Sie erzählte Sachen. Dann als Tabak, Piece, Filter und Papier endlich verbunden waren, zündete sie den Joint nicht an. Erzählte Sachen,  zündete ihn an und vergaß ihn, an mich weiter zu geben.

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    Mai 3, 2017 • Text • Views: 57

  • Also was sprach Zarathustra

    War im Theater. Die Frau neben mir aß eine Banane. Dann sah sie mich von der Seite an. Ich schaute zurück und sah, dass sie mich nicht von der Seite anschaute, sondern nur den Kopf so schief gelegt hatte, weil sie ihren Zopf um den Finger wickelte. Das müsste ich gestisch vormachen, wenn ich jemandem den Text vorlesen würde, jetzt müssen die spärlichen Worte reichen, um sich ihre Kopfhaltung vorstellen zu können. Dann legte ihr Freund seine Hand auf ihr Bein und sie flüsterten einander etwas ins Ohr. Dann Schweigen. Auf der Bühne sagte jemand etwas Anstößiges. Sie stöhnte entsetzt auf. Ihr Freund flüsterte ihr wieder etwas ins Ohr. Continue Reading

    April 28, 2017 • Text • Views: 77

  • Woher ich meine Inspiration nehme

    Ich war nach München zu einem Auftritt eingeladen und nach großen Zweifeln, langen Telefonaten mit meiner Schwester, durchweinten Nächten und Extrasitzungen bei meinem Psychiater, fuhr ich dann doch hin, obwohl ich das auf keinen Fall wollte. Jedesmal in München graut es mich vor mir, weil mir das „Grüß Gott“ so leicht über die Lippen kommt. Die Anfahrt zum Flughafen, der Flug und sogar die Landung klappten reibungslos. Alle waren sehr zuvorkommend und bei der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen fand niemand die Drogen und Sprengstoffvorräte, die ich mir sicherheitshalber in sämtliche Zahnlücken gestopft hatte Continue Reading

    April 24, 2017 • Text • Views: 66

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