Der Donnerstag war der schlimmste Tag bisher, sagte mein Mann.
Für mich war er der beste dieser Woche.

Um zehn vor zehn morgens hatte ich schon die Kinder in die Kita gebracht,
die Wäsche aufgehangen, eingekauft, Kekse gebacken,
das Resumee des Vortages geschrieben und einen neuen Roman angefangen.
Danach konnte ich mich beruhigt ins Bett legen und bis 15 Uhr durchschlafen.
Als mein Mann nachts nach Hause kam, war er demoralisiert.

Heute hatte ihm kein Film gefallen.

Er aß den Rest Linsen aus dem Topf plus zwei Kekse und warf sich zu mir ins Bett.

Vor dem Einschlafen brachte er noch die Zusammenfassungen von den fünf schrecklichen Filmen, die er an diesem Tag gesehen hatte.

Ich dämmerte weg und verstand: Phillippinen, neun Stunden und schwarz weiß.

Ich küsste ihn und sagte in Gedanken zu mir:
Klettergerüst, hastn nackten Mann jeküsst.
Dann schlief ich ein.