• Montags trug sie immer Burka

    Ich war ja neulich nicht so gut drauf und konnte nicht einschlafen. Weil ich aber nicht so sinnlos über meine Sorgen grübeln wollte, habe ich mir ein anderes Thema zum Nachdenken gesucht, nämlich das Burkaverbot. Erst das und dann überhaupt Kopftücher. Mittlerweile wissen wir ja jetzt alle, dass es nicht Burka, sondern Niqab heißt und dann gibt es noch den Hidjab und dann noch irgendwas. Fragen drängen sich auf. Sagen wir mal bei der Light Variante: dem Kopftuch. Wie hat man sich das im Alltag vorzustellen? Hat man da so ein Set verschiedenfarbige Tücher und sucht an sich die dann passend zur Stimmung aus? Ist das dann nicht auch schon wieder zu sexy? Heutzutage ist ja diese Form modern, die so eng am Kopf liegt, wie eine Badekappe und dazu dann noch so eine Art Lätzchen über der Brust. Steht man damit auch vor dem Spiegel und zupft das zurecht? Darf man ohne Kopftuch aus dem Fenster gucken? Also, wenn draußen die Feuerwehr vorbeifährt, oder ein Besoffener rumbrüllt und man ist neugierig und will rausgucken, muss man sich dann erst sein Kopftuch umschnallen? Aber dann ist der interessante Lärm vielleicht schon vorbei. Ja, dann hat das Kopftuch die Frau vor sinnloser Gafferei bewahrt. Ist doch gut. Darf man mit Kopftuch ins Berghain? Also wenn man keinen Alkohol trinkt, nur Speed nimmt und Apfelschorle trinkt? Ich glaube nicht. Aber es muss ja auch nicht jeder ins Berghain gehen können, oder aus dem Fenster gucken. Continue Reading

    August 23, 2016 • Uncategorized • Views: 2

  • Im Theater gewesen. Geweint.

    Theaterfestival in Avignon. Wir gehen hin. “Karamazov” in dieser herrlichen französischen Schreibweise. Ich habe schon im Deutschlandfunk davon gehört. Der Spielort ist in einem ehemaligen Steinbruch. Er soll irrsinnig schön sein. Ich bestelle Karten im Internet. Da gehts dann schon mal los. Man kann die Karten nicht ausdrucken, soll aber die Bestätigungsemail ausdrucken und damit und dem Pass in Avignon zur Kartenabholstelle gehen und sie abholen, bis spätestens drei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Oder man holt sie direkt am Spielort ab, muss dann aber 45 Minuten vorher dort sein. Das bringt uns in gewisse logistische Schwierigkeiten. Nach eingehender strategischer Besprechung fährt mein Mann nach Avignon, um die Karten zu holen. Er bekommt sie, obwohl er keinen Brief von mir vorweisen kann,dass er die Karten abholen darf. Ich versuche mir ein Szenario auszudenken, wo ein Mann seine Frau ermordet, dann mit ihrer Kreditkarte Theaterkarten bestellt und mit ihrem blutbeschmierten Pass, Karten für einen fünfstündigen Theaterabend abholt.

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    Juli 20, 2016 • Text • Views: 17

  • Wennwennwennwenn

    Wenn ich Politiker wäre, dann würde ich mir die Dinge anschauen, die gut funktionieren und dann würde ich die so lassen. Wenn etwas nicht gut funktioniert, dann würde ich gucken, warum und wenn sich dann herausstellt, dass es durch eine Korrektur noch schlechter funktionieren würde, dann würde ich es auch so lassen. Wenn etwas gar nicht mehr funktioniert, dann würde ich versuchen, eine provisorische Lösung zu finden, weil es endgültige Lösungen sowieso nicht geben kann. Dann würde ich gucken, was die Leute wollen und wenn sie etwas wollen, was langfristig auch für die Umwelt und die Allgemeinheit gut wäre, so was wie Fahrradwege zum Beispiel, oder Spielplätze, oder Gärten oder Kindergärten, dann würde ich das unterstützen. Wenn es aber um mehr Parkplätze, oder weniger Bäume oder neue Autobahnen ginge, dann würde ich das vielleicht nicht so unterstützen.

    Wenn ich Wissenschaftler wäre und ich hätte den Auftrag eine fiese Waffe zu erfinden, dann würde ich ein Superinsekt erzeugen. Eine Mischung aus Motte, Mücke, Fliege und Wespe. Es tritt in Schwärmen auf, knabbert Lebensmittel und Klamotten an, sticht und saugt Blut, wenn man es aber totschlagen will, dann sticht es mit dem Wespenstachel zu.

    Wenn ich Künstler wäre, dann würde ich versuchen, nicht zu viel Persönliches preiszugeben, andererseits das Persönliche auch
    nicht auszusparen. Ich würde Wahrheit mit Ironie paaren, wie mir das mal ein österreichischer Werbetyp geschrieben hat und so mache ich das ja auch.

    Wenn ich du wäre, wäre ich lieber ich, hat mein Kumpel Alexander Seidel mal gesagt. Ich weiß nicht, ob er sich das selbst ausgedacht hat, oder irgendwo gefunden, aber es passt ganz gut, finde ich.

    Juli 14, 2016 • Text • Views: 18

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